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Energienetze

Spannungserhöhung, Gefahrenminderung und Lebensdauerverlängerung

Leitungsbau-Tagung in Dietikon

08.11.2017
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Radomír Novotný

ist Chefredaktor des Bulletin.ch.

  • Electrosuisse
    8320 Fehraltorf
  • E-Mail

Am 8. November 2017 trafen sich Interessierte zur jährlichen, ursprünglich von Sacac initiierten Fachtagung. Den Auftakt machte der Regulator: Stefan Burri präsentierte die rechtlichen Grundlagen des Stromnetzes. Er betonte, dass die Lösungen nicht vorgeschrieben sind. Ob Kupfer oder Intelligenz gewählt wird, ist dem Netzbetreiber überlassen. Er ging auch auf den Kompetenzbereich der Elcom ein, der unter anderem Entscheidungen in Streitfällen zum Netzzugang, zu den Netz- und Energietarifen sowie zu den Netznutzungsbedingungen umfasst. Das Erarbeiten von Gesetzen sei aber nicht Aufgabe der Elcom.

Kurt Kriesi, BKW, und Remo Kunz, Swissgrid, gingen auf das wichtige Thema Trassensicherung ein. Früher standen die Leitungen im Grünen, heute liegen sie oft in der Nähe von Siedlungen, wodurch Konflikte entstehen. Mit Beispielen aus der Praxis – bei Hochspannungsleitungen aufgestellte Krane oder Partyzelte – wurden die für Netzbetreiber oft unberechenbaren Herausforderungen geschildert. Ein Monitoring der Umgebung solcher Leitungen sei deshalb unumgänglich.

Thomas Frey, Axpo, schilderte anschliessend die kritischen Aspekte einer Spannungsumstellung von 50 kV auf 110 kV, ging aber auch auf die Vorteile wie geringere Verluste und ein leistungsfähigeres Netz ein. Das Axpo-Projekt soll 2025 abgeschlossen sein.

Mit der Alterung von Freileitungsmasten aus Schleuderbeton befasste sich Lukas Unteregger, Sacac. Er erläuterte die Faktoren, die das Rosten des Armierungsstahls begünstigen. Da Material abgesprengt wird, ist die Suche nach Schäden bei Beton relativ einfach und Gegenmassnahmen können gezielt ausgeführt werden.

Weitere Vorträge befassten sich mit der Spülbohrung in geologisch schwierigem Boden und der Zustandserfassung bei Kabeln durch neue Diagnosemethoden. Ein an der ETH entwickeltes System zur Unterstützung von Entscheidungen wurde vorgestellt, das 3D-Visualisierungen nutzt, um die Landschaft mit Verlegungsvarianten zu zeigen. So soll eine höhere Akzeptanz von Freileitungen erreicht werden. Beim Tool lassen sich zahlreiche Parameter gewichten, um mögliche Trassen zu ermitteln. Zum Abschluss erläuterte Steffen Kurz, EKZ, bewährte Wartungskonzepte.

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