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Mobilität

Mit smarten Lösungen zu mehr Verkehrssicherheit

Asut-Kolloquium, 11. November 2025, Bern

An der Mobilitätskonferenz diskutierten Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, wie digitale Technologien Verkehrsunfälle verhindern können – ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Schnell wurde klar: Smarte Technologien können einen entscheidenden Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten – doch echte Sicherheit entsteht erst im Zusammenspiel von Mensch und Technik.

17.11.2025  | 
Bild: Asut
Podiumsdiskussion mit Barbara Josef, Jürg Röthlisberger und Cornelia Diethelm (v.l.). | Bild: Asut

Dominik Müller

ist stv. Geschäftsführer sowie Leiter Asut-Fachgremien und Standardisierung.

  • Asut, 3011 Bern
  • E-Mail

Organisiert vom Schweizerischen Verband für Telekommunikation (Asut), dem Fonds für Verkehrssicherheit (FVS), dem Bundesamt für Strassen (Astra) und ITS Switzerland, bot die Veranstaltung einen umfassenden Blick auf Chancen, Grenzen und notwendige gesellschaftliche Weichenstellungen für mehr Verkehrssicherheit. Im Zentrum standen Verhaltensprävention, Virtual- und Augmented-Reality, vernetzte Verkehrssysteme, automatisiertes Fahren sowie ethische und rechtliche Fragen.

Bereits in der einleitenden Diskussion unterstrichen Cornelia Diethelm und Astra-Direktor Jürg Röthlisberger, dass ethische Fragen und gesellschaftliches Vertrauen zentrale Erfolgsfaktoren sind. Automatisiertes Fahren, vernetzte Mobilität oder KI-gestützte Analysen bieten grosses Potenzial, wie viele Referentinnen und Referenten betonten. Gleichzeitig wurde klar: Technologien sind nur so wirkungsvoll, wie die Menschen, die sie nutzen. Sicherheit entsteht nicht durch Systeme allein, sondern durch Akzeptanz, verantwortungsvolle Anwendung und klare Regeln. Nationalrat Philipp Kutter plädierte für eine entschlossene Nutzung digitaler Chancen – auch wenn dies neue Rahmenbedingungen verlangt. Markus Hackenfort zeigte auf, wie essenziell Vertrauen in technologische Lösungen ist, damit deren Nutzen tatsächlich im Alltag ankommt.

Besonders greifbar wurde das Zusammenspiel von Mensch und Technologie bei den praxisbezogenen Beiträgen. Wernher Brucks stellte virtuelle Trainings vor, die in Zürich helfen, Perspektiven zu wechseln und Risiken frühzeitig zu erkennen. Zudem eröffnet die Auswertung von Fahrzeugdaten neue Möglichkeiten, Gefahrenstellen zu identifizieren, bevor Unfälle passieren. Beiträge von Nokia, Swisstraffic sowie Thömus zeigten, wie KI, vernetzte Systeme und smarte Mikromobilität den Verkehr sicherer machen können – von intelligenten Ampeln bis zu E-Bikes mit ABS und Rückkameras.

Ein Highlight der Konferenz war die Verleihung des Konzept-Awards des Fonds für Verkehrssicherheit. Gewinner war das Projekt «Smart Safety Lights» der Nothelferkurszentrum Schweiz AG: Mittels Sensoren und optischen Signalen soll die Aufmerksamkeit der Fahrzeuglenkenden erhöht werden, damit Kinder Fussgängerstreifen sicherer überqueren können.

Fazit: Die Mobilitätskonferenz 2025 machte deutlich, dass Verkehrssicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist, die nur gelingt, wenn Technologie, Ethik und menschliches Verhalten zusammengedacht werden. Smarte Lösungen können Leben retten, wenn sie intelligent eingesetzt und breit getragen werden.

Downloads

  • 2025_8_Asut_Mobilitaetskonferenz_Rueckschau.pdf (PDF)

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